Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung

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Ärzt*innen in sozialer Verantwortung

Demokratische Ärzt*innen/Sprechende Medizin

  

Unsere Liste ist seit über 30 Jahren in den Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung und der KV vertreten. Wir verschaffen einer sprechenden und sozial verantwortlichen ganzheitlich ausgerichteten Medizin im ärztlichen Alltag und in den Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung mehr Gewicht und stehen für sozial-, friedens- und umweltpolitische Anliegen.

Wir engagieren uns für ein solidarisch gestaltetes Gesundheitswesen ohne Ansehen von Herkunft und sozialem Status. Prävention ist genauso wichtig wie Therapie und eine zentrale ärztliche Aufgabe. Im Zentrum ärztlicher Arbeit müssen Patient*innen und nicht wirtschaftliche und bürokratische Zwänge stehen.

Kriege und die sich verschärfende Klimakrise sind die größten globalen Heraus­forderungen unserer Zeit. Wir sehen uns in einer besonderen Verantwortung in der Prävention, Diagnose und Therapie klima- und umweltbedingter Erkrankungen. Die Berücksichtigung des Zusammenhanges zwischen Klimakrise und Gesundheits­gefährdung in der ärztlichen Tätigkeit ist uns ein wichtiges Anliegen.

 

 

Patient*innen sind keine Kunden und Gesundheit ist keine Ware! Ärztliche Tätigkeit ist keine Dienstleistung und nicht nach industriellem Vorbild normierbar.

Das ärztliche Gespräch als wesentlicher Bestandteil der Arzt-Patient-Beziehung muss in seiner zentralen Bedeutung berücksichtigt und angemessen vergütet werden. Die sozialen und psychischen Ursachen, Begleiterscheinungen und Folgen von Krankheiten müssen mitbedacht und der dazu notwendige Zeitaufwand im Vergütungssystem abgebildet werden.

Die KV soll Dienstleister der Ärztinnen und Ärzte sein, nicht umgekehrt. Dazu gehört auch, die Transparenz bei Abrechnung, Honorarverteilung und KV-Entscheidungen zu verbessern.

Die Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen müssen so gestaltet werden, dass Familie und Beruf für Ärzt*innen vereinbar sind. Die Entwicklung neuer Formen von Praxisorganisationen, welche zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf führen, soll nicht behindert werden.

Wir fordern die Förderung des ärztlichen Nachwuchses und eine Bedarfsplanung für eine wohnortnahe medizinische Versorgung, die sich an den tatsächlichen Erfordernissen orientiert.

Wir treten ein für eine Erhöhung des Anteils von Ärztinnen in den Gremien der ärztlichen Selbst­verwaltung.

Alle medizinisch notwendigen und sinnvollen Leistungen sollten Bestandteil der Kranken­versicherungen sein und nicht nur Teilen der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Die angemessene medizinische Versorgung von sozial Benachteiligten, Papierlosen und Migrant*innen muss als staatliche Aufgabe begriffen und im KV-System realisiert werden.

Die Entwicklung von Telemedizin/eHealth muss für Praxen praktikabel und kostengünstig sein. Moderne Technologien sollen die Effizienz verbessern und dürfen nicht zu einer Dokumentationsflut führen. Hierbei ist uns der Schutz persön­licher Daten bei geringem bürokratischem Aufwand ein Anliegen.

Die psychotherapeutische Versorgung mit Verfahren von ausreichender Dauer, Intensität und Qualität muss erhalten werden. Anreize für besonders kurze psychotherapeutische Behandlungen dürfen die Richtlinien­psychotherapie nicht verdrängen.

Wir fordern die engagierte Umsetzung der Klimaziele in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch die Kassenärztliche Vereinigung Maßnahmen zur Klimaneutralität ergreift. Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte müssen dabei unterstützt werden, in ihren Praxen Maßnahmen zur Umsetzung des Klimaschutzes umzusetzen.

Besondere Angebote zur Förderung des Klimabewußtseins der Bevölkerung in Form besonderer Gesundheitsangebote der Praxen (z. B. Klimasprechstunde) müssen unterstützt werden.

Wir wollen weiter Freude an unserer Arbeit haben: Hoher Arbeitsdruck, Bürokratisierung und Kommerzdenken in Klinik und Praxis gefährden unser ärztliches Engagement.

 

 

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